Microsoft Defender – das musst du wissen

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by | 19.01.2026 | Wissen

Lesezeit: 5 Minuten

Cyberangriffe treffen heute jedes Unternehmen, ganz unabhängig von Grösse oder Branche. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geraten immer öfter ins Visier: Sie gelten als leichter angreifbar, weil Ressourcen und Know-how in der IT-Sicherheit begrenzt sind.

Umso wichtiger ist eine Lösung, die leistungsfähig, einfach zu verwalten und nahtlos in den Arbeitsalltag integrierbar ist. Genau hier kommt Microsoft Defender for Business ins Spiel – die moderne Sicherheitslösung aus dem Microsoft-Universum.

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Was ist Microsoft Defender?

Microsoft Defender ist die integrierte Sicherheitslösung von Microsoft zum Schutz vor aktuellen Bedrohungen wie Malware, Ransomware, Phishing oder gezielten Angriffen. Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um eine Familie von Sicherheitsdiensten, die aufeinander aufbauen und gemeinsam ein ganzheitliches Schutzkonzept ermöglichen.

Für KMU besonders relevant:

  • Microsoft Defender for Business – Schutz für Geräte (Windows, macOS, iOS, Android)

  • Microsoft Defender for Office 365 – Schutz für E-Mails und Kollaborationstools (z. B. Outlook, Teams)

In vielen Fällen ist Defender bereits in der Lizenz enthalten – z. B. bei Microsoft 365 Business Premium. Unternehmen können also ohne Zusatzkosten starten. Toll, oder? Aber Halt: Wir empfehlen unseren Kunden die zusätzliche Lizenz Microsoft Defender for Endpoint P2 für erweiterten Schutz und ein aus unserer Sicht angemessenes Sicherheitslevel.

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Warum Microsoft Defender für KMU Sinn macht

Nahtlose Integration in Microsoft 365, aber …

Ein grosser Vorteil liegt in der engen Verzahnung mit der Microsoft-Welt, insbesondere mit Microsoft 365. Da Microsoft Defender ein integraler Bestandteil der Microsoft-Plattform ist, kann das System diese Signale besonders effektiv interpretieren. Geräteinformationen und Risikobewertungen werden direkt aus Intune übernommen und fehlgeschlagene oder verdächtige Anmeldungen stammen aus Microsoft Entra. Defender for Office 365 lässt sich ebenfalls nahtlos anbinden, um E-Mail- und Kollaborationsplattformen wie Exchange, Teams und SharePoint abzusichern.

Schön, aber: Diese nahtlose Integration und damit die Sicherheits- sowie Softwarelösung aus einem Haus stellt auch ein Klumpenrisiko dar. Eine Verteilung auf verschiedene Anbieter kann in gewissen Fällen durchaus Sinn machen.

Wichtig: Wer bereits Microsoft 365 Business Premium nutzt, hat Defender for Business in der Regel bereits lizenziert und kann direkt starten. Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, setzen wir bei unseren Kunden auf einen höheren Sicherheitsstandard mit der zusätzlichen Lizenz Microsoft Defender for Endpoint P2.

Moderne Bedrohungen erfordern moderne Verteidigung

Cyberangriffe sind längst nicht mehr nur eine Gefahr für Grossunternehmen. Gerade KMU sind oft besonders gefährdet, weil sie als «einfaches Ziel» wahrgenommen werden und häufig nicht über dedizierte IT-Security-Teams verfügen. Microsoft Defender for Business ist genau für diese Realität die richtige Wahl: eine leistungsstarke Sicherheitslösung, die enterprise-tauglichen Schutz bietet.

Plattformübergreifender Schutz

Moderne KMU arbeiten selten nur mit Windows. Microsoft Defender schützt auch macOS, Android und iOS-Geräte und deckt damit die Realität von hybriden Arbeitsplätzen ab. Besonders in Unternehmen mit mobilem Arbeiten und Homeoffice bringt diese Abdeckung einen spürbaren Mehrwert.

Konkrete Empfehlungen & Tipps für KMU

Defender aktiv nutzen – nicht nur mitlizenzieren

Viele KMU besitzen Defender durch ihr Microsoft-365-Abo bereits, nutzen ihn aber nicht aktiv oder nur im Basis-Modus. Unser Rat: Alle Schutzfunktionen gezielt aktivieren wie zum Beispiel Attack Surface Reduction (ASR), Echtzeit-Virenschutz oder cloudbasierte Bedrohungserkennung. Zudem empfehlen wir unseren Kunden die zusätzliche Lizenz Microsoft Defender for Endpoint 2 für erweiterten Schutz.

Praxis-Tipp: Beginne bei der Einführung mit einer Pilotgruppe und erweitere dann Schritt für Schritt auf das ganze Unternehmen.

Richtlinien nach Rollen und Risiken differenzieren

Nicht alle Mitarbeitenden benötigen die gleichen Sicherheitsstufen. Hier ein Beispiel für mögliche Unterscheidungen:

  • Geschäftsführung & HR: Erhöhter Schutz vor Datenabfluss (Data Loss Prevention)

  • Buchhaltung: Kontrolle von Dateiordnern & Makro-Nutzung

  • Marketing: Flexiblerer Zugriff, aber Schutz vor Cloud-Phishing

Empfehlung: Erstelle mindestens drei Schutzstufen und wende sie je nach Rolle oder Gerätetyp automatisiert an.

Mail-Schutz ausbauen mit Defender for Office 365

Mails sind nach wie vor das Einfallstor Nummer eins für Cyberangriffe. Mit Microsoft Defender for Office 365 aktivierst du zum Beispiel:

  • Link- und Anhangsschutz in Echtzeit (Safe Links, Safe Attachments)
  • Anti-Phishing-Filter mit KI-Unterstützung
  • Malware-Schutz

Wichtig: Diese Funktionen sind in M365 Business Premium nicht automatisch enthalten, können aber einfach ergänzt werden.

Monitoring & Berichte regelmässig nutzen

Microsoft Defender erstellt automatisch Berichte über:

  • Geblockte Angriffe und Risikotrends
  • Sicherheitsstatus einzelner Geräte oder Benutzergruppen
  • Empfehlungen zur Verbesserung der Schutzmassnahmen

Tipp: Unternehmen sollten diese Reports fest in ihre Prozesse integrieren. Viele unserer Kunden haben diese Aufgabe an uns ausgelagert, da die Auswertung und Einordnung der Informationen zeitaufwendig und anspruchsvoll ist.

Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden fördern

Technik ist wichtig, aber der Mensch bleibt die grösste Schwachstelle. Auch mit Defender im Einsatz ist ein Klick auf einen Phishing-Link gefährlich. Daher:

  • Sensibilisiere Mitarbeitende regelmässig (z. B. mit kurzen Trainings oder simulierten Phishing-Mails)
  • Integriere Security-Hinweise in die Onboarding-Prozesse
  • Kommuniziere offen über Vorfälle (ohne Schuldzuweisungen)

Fazit: Microsoft Defender ist ein starkes Werkzeug. Es ersetzt aber keinesfalls das Sicherheits-Bewusstsein deines Teams.

IT-Sicherheit gesamtheitlich Denken

Microsoft Defender ist ein starkes Werkzeug – keine Frage. Ein einzelnes Tool allein reicht aber nicht aus, um ein Unternehmen zuverlässig abzusichern. Wirkungsvolle Cybersicherheit entsteht immer aus einem ganzheitlichen Zusammenspiel verschiedener Schutzmassnahmen und Strategien.

Was heisst das konkret? Neben Defender gehören unter anderem folgende Elemente zu einer umfassenden Sicherheitsarchitektur:

  • Moderne Firewalls und Netzwerkschutz – erste Verteidigungslinie gegen externe Zugriffe
  • Microsoft 365-Sicherheitsfunktionen – wie zum Beispiel Bedrohungsrichtlinien (Antiphishing, Antispam, Antischadsoftware, sichere Anlagen und sichere Links)
  • Intune-Richtlinien für Gerätesicherheit – inklusive Verschlüsselung, Passwortregeln, App-Schutz
  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden – Schulungen und Awareness-Kampagnen gegen Social Engineering
  • Identity & Access Management (IAM) – wie zum Beispiel MFA oder Conditional Access

Nur wer Sicherheit ganzheitlich denkt, kann Schwachstellen schliessen, Risiken minimieren und das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden langfristig sichern.

Fazit: Sicherheit auf Enterprise-Niveau – auch für KMU

Die Bedrohungslage für Unternehmen verschärft sich stetig – und gerade KMU stehen oft unter besonderem Druck: begrenzte Ressourcen, ein hoher Digitalisierungsgrad und gleichzeitig steigende Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit. Umso wichtiger ist eine Lösung, die leistungsfähig, bezahlbar und gut in die M365-Welt integrierbar ist. Microsoft Defender for Business bietet eine moderne Sicherheitsplattform, die genau auf diese Anforderungen zugeschnitten ist.

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Patrick Müller

Patrick Müller

Owner & Chairman

Als engagierter und dynamischer Macher unterstützt er seit über 20 Jahren Unternehmen dabei, digital erfolgreicher zu arbeiten. Er brennt für digitale Themen und teilt sein Wissen mit viel Charme und nützlichen Erfahrungsberichten auf YouTube, im iTrust-Podcast, im Blog und auf Social Media.

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